Von: NP/ Günther Wallraff, DIE ZEIT
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30. April 2009
Posted in
DB-Konzern -
Privatisierung
Artikel von Günter Wallraff (DIE ZEIT Nr. 18 vom 23.04.2009)
Günter Wallraff weiß genau, was er schreiben darf und was nicht. Liest man diesen Bericht in DIE ZEIT vom 23. April, so verschlägt es einem die Sprache. Es ist die Rede von Manipulationen an den persönlichen PC von für vogelfrei erklärten Mitarbeitern (ferngesteuertes Löschen von Dateien, Aufspielen von ekligen Sado/Maso Videos und Nazi-Sequenzen). Mit gefälschten Beweismitteln hat man demnach kritischen Mitarbeitern gekündigt und Kündigungsschutzprozesse gewonnen. Angesichts dieser Ungeheuerlichkeiten kann man nicht nachvollziehen, dass dem Hauptverantwortlichen, Hartmut Mehdorn, nicht fristlos gekündigt worden ist. Man versteht nicht, dass nicht wenigstens die Ergebnisse von Baum/Däubler-Gmelin bzw. der staatsanwaltlichen Ermittlungen abgewartet worden sind, bevor man Hartmut Mehdorn eine Vertragsaufhebungsvereinbarung angeboten hat. Wahrscheinlich wäre der Aufsichtsrat, desssen Hauptfunktion darin besteht, den Vorstand zu kontrollieren, relativ schlecht dabei weggekommen.
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